Melisse
Was man wissen muss...
Melisse ist eine einfach zu kultivierende Pflanze. Sie kann sowohl in der Sonne als auch im Schatten angepflanzt werden; einmal angewachsen, verträgt sie auchTrockenheit. Auch die Bodenbeschaffenheit ist nicht von Belang, einzig Staunässe mag sie nicht. Lässt man sie ohne große Pflege wachsen, verwildert sie leicht, durch ihren Hang sich auszubreiten. Die Sämlinge lassen sich allerdings leicht aus dem feuchten Boden entfernen. Sie blüht im Juni bis August, meist weiß oder hellgelb, oft auch ähnlich wie Flieder in hellviolett.
Ihre Heilkräfte
Melisse dient in erster Linie zur Beruhigung des Nervensystems und wird daher gerne als Tee bei Schlafstörungen oder Unruhezuständen eingesetzt. Sie hilft aber auch bei nervösen Herz-Kreislauf-Beschwerden oder Magen- und Darmproblemen, hier lindert sie Krämpfe und Blähungen. Wässrige Melissenextrakte werden heute als anerkanntes Mittel gegen Herpes-Simplex-Viren eingesetzt. Die in der Melisse enthaltenen Gerbstoffe verhindern, dass sich die Viren an Körperzellen setzen, die dadurch vor weiterem Virenbefall geschützt sind.
In der Küche
Melisse wird immer frisch angewandt, am besten kleingeschnitten unter die Speisen mischen. Zum Kochen eignet sie sich weniger. Durch ihren leicht zitronigen Geschmack schmeckt sie besonders erfrischend in grünen Salaten, Quark, Kräuter- und Obstsuppen. Gut schmeckt sie auch als Beigabe zu Bowle und sommerlichen Getränken. Probieren Sie Melisse mit gebratenem Fisch, Fleisch und Pilzgerichten!

