Impressionen vom Weinforum Franken

Weißer Lavendel

Was man wissen muss...

Es gibt viele verschiedene Arten von Lavendel, am bekanntesten bei uns sind der violett- und weißblühende. Besonders beliebt ist er wegen seines südländischen Duftes. Ein Zweig zwischen die Wäsche im Kleiderschrank gelegt lässt ihre Kleider duften. Lavendel gehört zu den anspruchslosen Pflanzen, er mag nährstoffarme, karge Böden und steht gerne in der prallen Sonne. Wasser braucht er nur wenig. Er eignet sich gut als Dachbepflanzung, auf Kiesfläschen, zum Bepflanzen von Trögen und Töpfen und als Mauerbepflanzung. Er ist immer grün, blüht von Juli bis September, wird selten höher als 50cm und sollte im Herbst oder Frühjahr auf 20cm zurückgeschnitten.

Seine Heilkräfte

Lavendel hieß früher auch "Schwindelkraut", weil man ihn gerne in Ohnmacht gefallene Damen unter die Nase hielt, um sie aufzuwecken. Sein Duft und sein Tee wirken beruhigend. Nur Lavendeltee schmeckt allerdings nicht sehr gut, deswegen wird er gerne mit anderen Kräutern gemischt, wie z.B. Melisse, Hopfen oder Baldrian. Lavendel hat eine antiseptische Wirkung und wurde schon von den alten Römern mit in die Kreuzzüge genommen, um die Verwundeten zu heilen. Außerdem wurde er früher auf Fußböden ausgelegt um die Luft reinzuhalten. In der Provence, wo es riesige Lavendelfelder gibt, sollen die Lavendelpflücker von Tuberkolose und der Pest verschont worden sein, nur weil sie seinen Duft einatmeten.

In der Küche...

Kandierte Lavendelblüten sind eine echte Delikatesse für jedes Dessert! Nur sparsam sollte man damit umgehen, sonst kann der intensive Geschmack die restlichen Zutaten überlagern. Gut schmeckt Lavendel auch an geschmortem Lamm- oder Wildbraten. Wenn man die Blätter verwendet, sollte man darauf achten, dass sie noch jung und zart sind, da die älteren Blätter oft einen seifigen Nachgeschmack hinterlassen. 

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